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wellvida ag
28.02.2024
 

Der Beckenboden mag ein oft übersehener Teil des Körpers sein, aber er spielt eine entscheidende Rolle für unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden. In diesem Blog-Beitrag werden wir uns eingehend mit dem Thema Beckenboden beschäftigen, warum er wichtig ist und wie du ihn in deiner täglichen Routine integrieren kannst.

Was ist eigentlich der Beckenboden und warum ist der wichtig?

Der Beckenboden ist ein Netz aus Muskeln, Bändern und Bindegewebe, das den Boden des weiblichen (und männlichen) Beckens bildet. Er erstreckt sich bei der Frau von vorne nach hinten zwischen Schambein und Steissbein und seitlich zwischen den beiden Sitzbeinhöckern. Der weibliche Beckenboden stützt die Organe im Beckenbereich, darunter die Blase, den Darm und die Gebärmutter. Die drei Beckenboden-Muskelschichten spielen eine wichtige Rolle bei der Kontrolle der Blasen- und Darmentleerung, und zudem helfen sie bei der sexuellen Funktion mit.

Ein schwacher, wie auch ein zu starker Beckenbodentonus kann zu einer Vielzahl von Problemen führen. Dazu zählen zum Beispiel Harninkontinenz, Stuhlinkontinenz, Organsenkungen und sexuelle Dysfunktionen. Schwangerschaft und Geburt, Übergewicht, chronisches Husten, das Altern und bestimmte medizinische Zustände können die Stärke des Beckenbodens beeinträchtigen.

Warum ist Beckenbodentraining wichtig?

Entscheidend ist der richtige Tonus der Beckenbodenmuskulatur. Denn diese Muskeln sollten dynamisch sein. Das heisst, sie sollen entspannt sein, wenn keine aktive Beanspruchung benötig wird und spezifisch angespannt werden können, wenn Kraft benötigt wird.

Beckenbodentraining ist entscheidend, um die Stärke und Funktionalität des Beckenbodens zu erhalten oder wiederherzustellen. Hier sind einige Gründe, warum Beckenbodentraining wichtig ist:

Prävention und Behandlung von Inkontinenz: Ein vitaler Beckenboden trägt dazu bei, Harn- und Stuhlinkontinenz zu verhindern oder zu lindern. Dies ist besonders wichtig für Frauen nach der Schwangerschaft und Geburt.

Verbesserte sexuelle Gesundheit: Ein fitter Beckenboden kann die sexuelle Funktion und Empfindlichkeit verbessern, was zu einem erfüllteren Sexualleben führen kann.

Vermeidung von Organsenkung: Ein zu schwacher Beckenboden (oder evt. nach einer Organentnahme) kann zu einer Absenkung der inneren Organe führen. Durch regelmässiges und für dich angepasstes Training kannst du diesem Problem vorbeugen.

Unterstützung während der Schwangerschaft: Idealerweise lernst Du schon vor der ersten Schwangerschaft deine Beckenbodenmuskulatur wahrzunehmen. Denn das hilft während der Schwangerschaft und natürlich bei der Geburt mit. Zudem ist ein aktiver und fitter Beckenboden nach einer Geburt auch schnell wieder fit.

Wie kann man den Beckenboden trainieren?

Am besten gehst du zu einer ausgebildeten Beckenboden-Fachperson. Gemeinsam werden dann entsprechende Übungen besprochen. Denn wie erwähnt ist es wichtig, zuerst einmal den Grundtonus deines Beckenbodens zu erfahren. Denn sowohl ein schwacher wie auch zu hoher Tonus der Muskulatur kann Beschwerden machen.

Entsprechend werden dir dann die passenden Übungen gezeigt und idealerweise von dir täglich geübt sowie in den Alltag integriert.
Übrigens der früher empfohlene «Pippstopp» als Beckenbodentraining sollte keinesfalls regelmässig gemacht werden.

Beckenbodentraining kann auch in den Alltag integriert werden. Hier gehören das Loslassen und Anspannen der einzelnen Muskelschichten dazu.

Biofeedback-Geräte: Spezialisierte Beckenboden-Physiotherapeutinnen bieten u. a. Training mit einem Biofeedback-Gerät an. Das kann dir helfen, die richtigen Muskeln zu identifizieren und zu trainieren. Eine entsprechende Therapeuten-Liste findest Du auf www.pelvisuisse.ch

Yoga und Pilates: Diese Übungsformen konzentrieren sich auf die Stärkung der Körpermitte, einschliesslich des Beckenbodens.

Gesunde Ernährung und Gewichtsmanagement: Übergewicht kann den Druck auf den Beckenboden erhöhen, daher ist eine ausgewogene Ernährung wichtig.

Vermeidung von übermässigem Pressen: Achte darauf, dass du nicht presst, wenn du auf die Toilette gehst oder schwere Lasten aufhebst.

Fazit

Der Beckenboden ist ein wichtiger, oft übersehener Teil unseres Körpers, der unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden beeinflusst. Beckenbodentraining ist eine wirksame Möglichkeit, die Stärke und Funktionalität des Beckenbodens zu verbessern und/oder aufrechtzuerhalten. Durch ein gesundes Körperbewusstsein können Frauen die Vorteile eines aktiven Beckenbodens geniessen und potenzielle Gesundheitsprobleme verhindern. Es ist nie zu spät, mit dem Training zu beginnen und die Vorteile für ein aktiveres und erfüllteres Leben zu erleben.

Dein Wellvida-Team und mit freundlicher Unterstützung von Manuellen.ch

 

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Autor
Isabelle Ruef dipl. Drogistin HF
Tags
Gesundes Wissen

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