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wellvida ag
01.03.2024
 

Obwohl vaginale Probleme sehr häufig sind – ist es immer noch eines der vielen Tabuthemen der Frauen-Intimgesundheit. Viele Frauen suchen online nach Lösungen, was zu einer Fülle von Informationen und manchmal irreführenden Ratschlägen führen kann. In diesem Beitrag möchten wir Klarheit schaffen, indem wir die verbreitetsten vaginalen Erkrankungen und effektive Behandlungsmethoden vorstellen.

Der Begriff "Vaginalinfektion" umfasst verschiedene Krankheiten, die Entzündungen in der Vagina verursachen. Die Ursachen sind vielfältig, ebenso wie die Verläufe der Erkrankungen. Bei ersten Anzeichen empfiehlt es sich, eine Fachperson zu konsultieren. Bei anhaltenden oder wiederkehrenden Beschwerden sollte ein Arzt aufgesucht werden.

In diesem Artikel erhältst du einen Überblick über gängige vaginale Erkrankungen und wirksame Gegenmassnahmen.

Störungen der Vaginalflora

Die Vagina ist anfällig für Krankheitserreger wie Bakterien, Viren, Pilze und Parasiten. Gleichzeitig beherbergt sie aber auch gesunde Bakterien, die vor Krankheiten schützen. Wenn sich das Gleichgewicht verschiebt, überwiegen schädliche Bakterien, was das Scheidenmilieu verändert. Eine gesunde Vaginalflora, ist entscheidend für die Vorbeugung von Infektionen.

Bakterielle Vaginose

Diese tritt auf, wenn nützliche Bakterien, sogenannte Milchsäurebakterien auch Laktobazillen oder von Fachärztinnen auch Döderlein benannt, abnehmen und der pH-Wert der Vagina steigt. Typische Symptome sind homogener, gelblich-grauer, wässriger Ausfluss und ein fischiger Geruch. Die Erkrankung ist oft schmerzfrei und heilt häufig von selbst, bei Rückfällen ist jedoch eine Behandlung mit Produkten, welche Milchsäurebakterien enthalten, ratsam.

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Scheidenpilz

Eine Pilzinfektion macht sich durch Jucken, Brennen und Ausfluss bemerkbar. Auch die Venuslippen können sich entzünden und rötlich sein. Verursacher ist oft der Pilz namens Candida albicans. In bestimmten Phasen kann die Frau dafür anfällig sein, z. B. während einer Schwangerschaft, bei übertriebener Intimhygiene, nach Antibiotika-Kuren, allgemeiner Immunschwäche oder bei zu viel Stress.

Aerobe Vaginitis

Eine relativ neue Erkrankung, die schmerzhafter ist als die bakterielle Vaginose, aber ohne spezifischen Geruch.

Lichen Sclerosus / LS

Lichen sclerosus (LS) -  Lichen (ruber) planus (LP) - Vulvodynie (CPPS) gehören zu den häufigen chronischen Krankheiten im Intimbereich. Dabei sind sie keineswegs selten – sie betreffen sehr viele Frauen, sowie auch etliche Männer und Kinder. Aufgrund ihrer Symptome werden sie jedoch häufig mit Pilzinfektionen verwechselt. Die typischen Symptome von Lichen Sclerosus (LS) sind: wiederkehrendes Jucken und/oder Brennen sowie Schmerzen im Intimbereich, Einreissen beim Geschlechtsverkehr, häufige Blaseninfekte oder ähnliche Beschwerden, weisse Flecken und Rötungen. 1 von 50 Frauen sind betroffen.

Weitere Informationen und Beratungsmöglichkeiten sind zu finden auf:

Angemessene Intimhygiene

Es ist wichtig, eine Balance zwischen Sauberkeit der Vulva und der Erhaltung der natürlichen Flora der Vagina zu finden. Übertriebene Reinigung, besonders mit seifenhaltigen Produkten, kann das empfindliche Gleichgewicht stören und die natürlichen Abwehrmechanismen schwächen.

Empfohlen wird die Verwendung von Intimreinigungmittel mit einem sauren pH-Wert. Wichtig: pH-neutrale Waschlotionen sind zu hoch im pH-Wert für den Intimbereich obwohl sie für die restliche Haut passend sind.

Die Vagina hat ein körpereigenes Reinigungssystem. Aus diesem Grund sollte auf Vaginalduschen und ähnliche Produkte verzichtet werden.

Vorsicht bei Antibiotika-Therapien

Antibiotika töten nicht nur schädliche Bakterien, sondern zerstören auch die nützlichen Milchsäure-Bakterien. So wird die natürliche Balance der Vaginalflora geschwächt.

Während und besonders nach einer Antibiotikatherapie kann also hilfreich sein, die Vaginalflora durch probiotische Präparate zu unterstützen. So wird das körpereigene Immunsystem im Darm wieder gestärkt und damit auch die Vaginalflora.

Es ist ratsam, mit einer Fachperson, einem Arzt oder Apotheker über mögliche Optionen zu sprechen.

Geeignete Unterwäsche wählen

Die Unterwäsche sollte atmungsaktiv sein, um Feuchtigkeit zu reduzieren, da sich Bakterien und Pilze in feuchtwarmen Umgebungen vermehren können.

Enge Kleidung und synthetische Materialien sollten vermieden werden.

Baumwollunterwäsche wird empfohlen, und es ist ratsam, nasse Kleidung wie Badebekleidung sofort zu wechseln.

Richtige Hygienemassnahmen nach dem Toilettengang

Immer von vorne nach hinten abwischen, um zu vermeiden, dass Bakterien aus dem Analbereich in die Vagina oder Harnröhre gelangen.

Die Benutzung von mildem Toilettenpapier kann Irritationen vorbeugen. Fachpersonen raten vom Gebrauch von Feuchttüchern ab, besonders wenn sie noch Parfumstoffe enthalten.

Viel trinken

Ausreichende Flüssigkeitszufuhr (z.B. 30ml pro Kilogramm Körpergewicht täglich) ist wichtig für die allgemeine Gesundheit und unterstützt auch die natürlichen Reinigungsprozesse der Vagina.

Wasser ist das beste Getränk, um hydratisiert zu bleiben und kann helfen, Harnwegsinfektionen vorzubeugen.

Sorgfältige Intimrasur

Bei der Rasur des Intimbereichs ist Vorsicht geboten, um Hautirritationen und Mikroverletzungen zu vermeiden, die Eintrittspforten für Infektionen sein können.

Es wird empfohlen, immer einen Rasierer mit einer scharfen Klinge zu verwenden, so wird das Haar perfekt abgeschnitten und der Haarfollikel nicht beschädigt. Für die Rasur sind idealerweise passende Rasuröle für die Frau zu verwenden, denn das Öl pflegt die Haut schon während der Rasur und frau sieht wo sie rasieren möchte.     

Nach der Rasur kann eine hautberuhigende Lotion oder ein After-Shave-Balsam aufgetragen werden, um Irritationen zu lindern.

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Diese Tipps sind allgemeine Empfehlungen. Bei spezifischen Problemen oder Beschwerden sollte immer professioneller (medizinischer Rat) eingeholt werden.

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Autor
Isabelle Ruef dipl. Drogistin HF
Tags
Gesundes Wissen

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