02.03.2023

Der unermüdliche Stoffwechsler

Sie ist die Königin des Stoffwechsels – die Leber. Unermüdlich filtert sie Schadstoffe aus und verwandelt Giftstoffe in Ungiftige. Die grösste Drüse unseres Körpers funktioniert wie eine essentielle Kläranlage. Die Leber ist lebenswichtig. 

Wie eine Biene für ihre Königin, arbeitet die Leber auf vielfältigste Weise für Ihre Gesundheit. Sie ist das wichtigste Entgiftungsorgan und die grösste Verdauungsdrüse im Körper. Über die Pfortader gelangen Nährstoffe, Medikamente und auch Gifte vom Darm  in die Leber. Hier werden die Substanzen verarbeitet, umgebaut und entgiftet, an das Blut abgegeben oder über den Darm ausgeschieden.

Zu den wichtigsten Aufgaben der Leber zählen aber auch die Produktion von lebenswichtigen Proteinen und von Gallensaft, der zur Fettverdauung benötigt wird. Sie gleicht den Hormonhaushalt aus, reguliert den Fett- und Zuckerstoffwechsel und gewährleistet die Blutgerinnung. Aber auch für die Immunabwehr spielt die Leber eine Schlüsselrolle. Pro Tag fliessen etwa 2000 Liter Blut durch sie. Die rosa-bräunliche Drüse in unserem rechten Oberbauch ist damit ein regelrechter Hochleistungsfilter zu dem sich lohnt, Sorge zu tragen.

5 Dinge, die der Leber schaden

Die Leber erkrankt meist still und unbemerkt. Ihr Hilfeschrei ist oftmals die Müdigkeit, die sich ziehend und andauernd breit macht . Oder auch ein fühlbarer Druck im Oberbauch kann auf eine Leberkrankheit hindeuten. Besser lassen Sie es erst gar nicht erst so weit kommen. Darum hier 5 Angewohnheiten, die die Leber belasten und wenn möglich vermieden werden sollten: 

1. Übermässiger Alkoholkonsum

Eine der grössten Herausforderungen für die Leber ist Alkohol. Das Stoffwechselorgan wandelt den Alkohol in andere Substanzen um. Zum Beispiel in Acetaldehyd oder Fett. Falls eine Leber verfettet, können daraus weitere Krankheiten entstehen wie Herz-Kreislauf-Probleme oder Diabetes.

2. Jede Menge Süsses

Übermässig konsumierter Zucker wird in der die Leber gespeichert. Deshalb sollten Sie nicht zu viel davon essen. Insbesondere auf den raffinierte Zucker sollten Sie verzichten.  Zucker ist oftmals in versteckter Weise auch in Fertigprodukten vorhanden, vor allem in Form von billigem Fruktose-, Glukose- oder Maissirup. Ratsam ist deshalb, Fertigwaren wie Gebäck, Snacks oder Fruchtjoghurts aussen vor zu lassen und anstelle zu frischen Produkten zu greifen. Also lieber einen Apfel oder Gemüsedips statt Gipfeli und Co.

3. Eine hohe Anzahl Medikament

Praktisch alle Medikamente, die wir zu uns nehmen, passieren früher oder später die Leber. Das Organ verstoffwechselt die Arzneien häufig teilweise oder ganz, noch bevor sie überhaupt an ihr Ziel gelangen. Unerwünschte Nebenwirkungen können deshalb die Leber treffen. Vor allem wenn Medikamente über längere Zeit eingenommen werden. Fragen Sie hierfür Ihren Arzt und lassen sie sonst einmal Ihren Leberwert testen.

4. Die Pfunde auf der Waage

Das Bauchfett ist nicht nur unästhetisch, sondern kann auch gesundheitliche Folgen haben. Zu viel schlechtes Fett und Zucker im Essen wird nicht nur in den Fettzellen, sondern auch in den Organen gespeichert und kurbelt möglicherweise eine Entzündung an. Das kann zur mittlerweile weitverbreiteten Fettleber führen. Die gute Nachricht: ie Rückbildung einer Fettleber zu einer gesunden Leber ist mit einem gesunden Lebensstil möglich.

5. zu viel Obst

Vielfach unterschätzt wird der Fruchtzucker, auch Fruktose genannt, der in Früchten und auch versteckt in Fertigprodukten vorkommt. Der Gesundheit zuliebe verzichten viele Menschen auf Fette und raffinierte Kohlenhydrate, die wenigsten achten aber auf den Fruktosegehalt von Lebensmitteln. Zu viel Fruchtzucker erhöht das Risiko einer Fettleber.  

5 Dinge, die der Leber gut tun

Für eine gesunde Leber können Sie präventiv jede Menge tun. Die Leber ist eines der wenigen Organe, das sich innerhalb weniger Wochen komplett regenerieren kann. Hier erhalten Sie 6 Tipps, wie Sie ihrer Leber Gutes tun können:

1. Gesunde Ernährung

Die beste Voraussetzung für eine gesunde Leber ist eine ausgewogene Ernährung. Vollkornprodukte, Milchprodukte mit niedrigem Fettanteil, frische Kräuter, Gemüse. Fruchtsäfte nur massvoll und am besten verdünnt. Wer seine Leber schützen will, sollte zu Bio-Produkten greifen. Denn je weniger Schadstoffe wie z. Bsp. Pestizide ein Lebensmittel enthält, desto besser für die Leber. Auch regionale Produkte sind optimal. Diese sind insbesondere zu bevorzugen, da sie reif geerntet werden und aufgrund der kurzen Transportwege schnell, frisch und mit vielen Vitaminen auf den Ladentisch gelangen. «Altes» Gemüse und Obst verliert auf langen Transportwegen wichtige Mikronährstoffe

2. Bitter tut gut

Auch wenn wir nicht darauf brennen: Bitterstoffe entlasten die Leber. Sie sorgen dafür, dass die Gallenproduktion angekurbelt wird. In der Nahrung enthaltenes Fett wird dadurch besser vertragen und Blutfettwerte können gesenkt werden. Zu den pflanzlichen Lebensmitteln, die viele Bitterstoffe enthalten gehören: Artischocken, Chicorée, Endiviensalat, Löwenzahn, Radicchio, Rosenkohl und Salbei. Bestens verwendbar als  Beilage oder als Möglichkeit, Ihren Salat damit aufzupeppen. Auch ein Glas frischgepresstes, warmes Zitronenwasser oder Mariendistel z. Bsp. in Form von Kapseln oder Tropfen unterstützen die Verdauung. 

3. Genügend Bewegung

Alle Ausscheidungsprozesse gelingen besser, wenn Sie sich körperlich betätigen. Der gesamte Stoffwechsel wird angeregt und somit wird auch die Leber stärker durchblutet. Was sich positiv auf die Regeneration der Leber auswirkt. Ausreichend Sport und Bewegung baut zudem gespeicherte Fette und Zucker ab. Mit regelmässigem Sport können Sie einer Fettleber und Entzündungen vorbeugen.

4. Ausreichend Wasser trinken

Flüssigkeit unterstützt die Leber bei ihrer Arbeit. Im Körper enthaltene Giftstoffe können schneller in das Entgiftungsorgan Leber transportiert und der Körper so besser gereinigt werden. Am besten trinken Sie Wasser oder ungesüsste Kräutertees. Je nach Ernährung empfiehlt sich 1,5 bis 2 Liter pro Tag.

5. Darmflora stärken

Der Darm ist die Quelle für alle Nähr- und Schadstoffe, die in die Leber gelangen. Kommt es als Folge einer Überlastung der Leber und Entzündung im Darm zu einem durchlässigem Darm, dem Leaky Gut, werden giftige Stoffe nicht mehr ausgeschieden, sondern gelangen ungehindert in den Blut- und Nervenkreislauf. Durch eine Verbesserung des Darmmilieus durch Probiotika wird auch die Leber entlastet. Hochwertige Probiotika-Produkte mit milchsäurebildenden Bakterienkulturen sowie Hefestämmen finden Sie bei Wellvida.

Mit einem gesunden Lebensstil, abwechslungsreicher Ernährung mit genügend Bitterstoffen und regelmässiger Bewegung haben sie also gute Chancen, dass Sie niemand fragt: was ist Ihnen denn über die Leber gelaufen?

 

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Autor
Lis Eymann
Tags
Ernährung Gesundes Wissen

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