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13.04.2023

Pollenalarm im Darm - was hat Heuschnupfen mit dem Darm zu tun?

Hatschi! Gleich gehts los und es herrscht wieder Pollenalarm. Tränende und geschwollene Augen, Fliessschnupfen, Nies-Attacken oder eine verstopfte Nase gehören bald wieder zum Alltag für Heuschnupfen-Geplagte. Wir reichen Ihnen kein Taschentuch, aber wertvolles Wissen über wichtige Zusammenhänge zwischen Heuschnupfen und Darm.

Die blühenden Sträucher und Blüten an den Bäumen sind eine wahre Pracht. Wenn das Immunsystem aber überempfindlich auf die feinsten Körnchen von Blütenstaub reagiert, ist die Zeit zwischen Frühjahr und Sommer für Allergiker die reinste Plage. Gräser- und Getreidepollen und auch frühblühende Bäume wie Hasel, Erle und Birke können Auslöser für Heuschnupfen sein. Gelangen die Allergieauslöser auf die Nasenschleimhaut entsteht ein allergischer Schnupfen (Rhinitis allergica) und kommen sie in die Augen entsteht schnell eine Bindehautentzündung. Auch Ohren, Mund und Rachen können jucken und brennen. Begleitet wird der Heuschnupfen oft auch von Müdigkeit, Kopfschmerzen und schlechter Schlaf. Statt kribbeln im Bauch und Frühlingsgefühle also das grosse Kitzeln in der Nase.   

Der Darm als Wurzel des Heuschnupfens

Die Gründe für eine Allergie liegen tief verborgen in einem unserer zentralen Verdauungsorgane: dem Darm. In der Regel gehen Pollenallergien mit Störungen der Darmbakterien einher. Ist die Immunabwehr des Darms durch Fäulnisbakterien und Pilze gestört, kann es zu chronischen Entzündungen der Darmschleimhaut und schliesslich zu einer Überreaktion der gesamten Immunabwehr kommen – der mögliche Start für Allergien.

Auch verschiedenste Umweltbelastungen wie zum Beispiel Pestizide in Obst und Gemüse können die Lebensgemeinschaft im Darm negativ beeinflussen. Oder auch Antibiotika, denn sie vernichten neben Krankheitserregern auch «gute» Darmbakterien. Zusätzlicher Stress und ungesunde Ernährung kann den gesunden Darm in seinem Gleichgewicht ebenfalls stören.

Wichtig ist zudem die Darmschleimhaut. Denn wenn die ihre Barrierefunktion nicht genügend wahrnehmen kann, gelangen unerwünschte Stoffe durch den undichten Darm in den Blutkreislauf. Hat die Schleimhaut Lücken spricht man vom Leaky-gut-Syndrom. Ein Begriff aus dem Englischen, der nichts anderes bedeutet als «durchlässiger Darm».

Daraus können sich bereits bestehende Allergien verschlimmern oder Neue entstehen. Bei einer falschen Zusammensetzung der Darmflora wird zudem vermehrt Histamin gebildet, welches allergische Reaktionen fördert. Auf histaminreiche Lebensmittel wie Salami, Rotwein, Sauerkraut, lange gereifter Käse, Schimmelkäse und Thunfisch sollten Allergiker besser verzichten.

Tipps & Tricks für mehr Charme im Darm

Im Alltag können Sie viel für einen gesunden Darm tun, um einer Allergie wie dem Heuschnupfen vorzubeugen oder ihn nachhaltig loszuwerden. Sie können selbst aktive Schritte tun, um das Gleichgewicht im Darm und seinem Mikrobiom herzustellen:

Tipp 1 - Ballaststoffe in der Ernährung  

Der Darm wird es Ihnen danken, wenn sie ausreichend Ballaststoffe essen. Mediziner sprechen hier auch von Präbiotika. Dazu zählt auch das Inulin, das in Chicorée, Artischocken, Knoblauch, Zwiebeln, Lauch und Topinambur steckt. Weitere förderliche Ballaststoffe sind Gemüse, Linsen, Kichererbsen, Obst, Vollkornprodukte, Körner und Hülsenfrüchte. Die halten die Verdauung in Schwung und sind Hauptnahrungsquelle für unsere Darmflora. Stehen den Darmbakterien zu wenige Ballaststoffe als Lebensgrundlage zur Verfügung, bedienen sie sich entweder der schützenden Schleimschicht des Darms – oder sie sterben ab. Die verminderte Anzahl und Vielfalt der Bakterien im Darm hat unter anderem zur Folge, dass weniger von den wichtigen Nährstoffen aus der Nahrung aufgenommen werden können. Weil auch die Qualität und die Nährstoffvielfalt unserer Lebensmittel immer schlechter wird, kann das auf Dauer ein Problem für den gesamten Organismus darstellen.

Tipp 2 - natürliche Hausmittel

Eine Reihe von natürlichen Hausmittel können eine milde Reinigung des Darms unterstützen. Reinigende Effekte haben Flohsamen, geschrotete Leinsamen oder Heilerde. Täglich einen Esslöffel Heilerde einfach in einem halben Liter Wasser einrühren und trinken. Heilerde soll schädliche Gase und Fette binden, so dass sie ausgeschieden werden können. Dies wirkt entgiftend auf den Körper und soll das Immunsystem stabilisieren. Flohsamenschalen und Leinsamen quellen im Darm und wirken regulierend auf die Darmtätigkeit. Passen auch prima ins Joghurt oder Müsli.

Tipp 3 - sich Zeit lassen beim Essen

Ein Essen in aller Eile vor dem Computer zu sich zu nehmen ist kein guter Plan. Wir verdauen die Speisen viel besser, wenn wir uns dafür Zeit nehmen. Damit wir genügend Verdauungssäfte produzieren, sollten wir mit allen Sinnen bei der Nahrungsaufnahme dabei sein. So machts auch mehr Freude, als wenn wird gleichzeitig noch Zeitung lesen, aufs Handy starren oder in den Fernseher.

Tipp 4 - Fast Food & Co meiden

Unser Darm liebt frische und unverarbeitete Lebensmittel. Fast Food und Fertigprodukte enthalten kaum Ballaststoffe, aber meist sehr viel Zucker, Stärke und gesättigte Fette. Konservierungsstoffe und Geschmackverstärker können ausserdem die Darmflora beeinflussen. Massenproduzierte Schnellgerichte liefern ausserdem wenig bis keine Ballaststoffe, Vitamine und Mineralien.

Tipp 5 - Ausreichend trinken  

Rund 2 Liter Flüssigkeit pro Tag dürfen es sein. So können Ballaststoffe aus der Nahrung quellen und der Darm optimal arbeiten. Im Sommer oder wenn Sie zu den Sportlichen zählen kann es auch mehr sein. Besser kein Alkohol, denn dieser beeinträchtigt die Darmflora und kann die empfindliche Schleimhaut der Verdauungsorgane reizen. 

Tipp 6 - Potente Hilfe durch Probiotika   

Probiotika sind natürliche Mikroorganismen, die normalerweise im menschlichen Körper zuhause sind. Sie können die physiologische Darmflora durch ihren Gehalt an lebensfähigen Laktobazillen und Bifidobakterien wieder ins richtige Lot bringen und auf natürliche Weise schlechte Fäulnis - und Gärungsbakterien, Pilze und Krankheitserreger verdrängen. Im Wellvida-Shop finden Sie entsprechende Präparate mit speziell zusammengestellten Kulturen, die sich günstig auf die Zusammensetzung der Darmflora auswirken können. Fermentierte Lebensmittel wie Joghurt, Kefir, Brottrunk oder Sauerkraut enthalten ebenfalls wertvolle Milchsäure- und Bifidokulturen und sollten dem Darm zuliebe regelmässig auf dem Speiseplan stehen.

Tipp 7- Genügend Bewegung

Jegliche Bewegung fördert einen gesunden Darm. Bewegen wir uns zu wenig, dann klappt die Verdauung auch weniger gut. Schon 10 Minuten pro Tag wirken sich positiv aus. Fehlt die Motivation für Sport, können Sie zumindest hin und wieder das Auto stehen lassen oder die Treppe nehmen statt den Lift. So lässt sich automatisch mehr Bewegung im Alltag einbauen.

Tipp 8 - Momente der Entspannung einplanen 

Viele Menschen leiden in Stressphasen unter Verdauungsbeschwerden. Ein gesunder Darm braucht immer wieder Pausen mit Ruhe und Entspannung. Unser Gehirn und unsere Verdauung stehen in einer Verbindung. Bewusste Momente der Entschleunigung sind deshalb sehr förderlich. Anregende Gespräche, Yoga oder Hobbies wie Gartenarbeit können eine willkommene Abwechslung und Regeneration sein, wo sie wieder mal durchatmen können.

Tipp 9 - auf erholsamen Schlaf achten

Unser Darm erledigt seine Arbeit auch in der Nacht. Genügend Schlaf fördert daher einen gesunden Darm. Die optimale Schlafdauer ist individuell, empfehlenswert sind 7 bis 8 Stunden. Optimal schlafen Sie, wenn Sie morgens ausgeruht erwachen und sich erholt fühlen. 

Der Darm ist der Schlüssel für unser ganzheitliches Wohlbefinden. Oder wie es die New-York-Times-Besteller- Autorin ausdrückt:

“Das Mikrobiom ist die Medizin, die wir brauchen, um wirklich aufzublühen.”

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Autor
Lis Eymann
Tags
Gesundes Wissen

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