04.05.2023

Kurkuma – die Superknolle

Es ist das „Gewürz des Lebens“. Kurkuma. Die goldleuchtenden Knollen wurden in Indien lange Zeit als heilig angesehen. Kein Wunder, soll Curcumin - der gelbe Farbstoff der Wurzel - zahlreiche Beschwerden lindern.    

Kurkuma kennen wir bestens als leuchtend gelbes Pulver im Gewürzglas oder Beutel. Wer sie als Staude mit ihren dunkelgrünen, schilfartigen Blättern blühen sieht, den verzaubert sie mit ihren betörend schönen weissen oder violetten Blüten. Schon rein optisch ist die Kurkuma-Pflanze ein echter Leckerbissen.  

Ursprünglich stammt sie aus Indien und Südostasien, wo sie seit tausenden von Jahren zu Nahrungs- und Heilzwecken angebaut und genutzt wird. Schon in den Veden, den heiligen Schriften des Hinduismus, wurde das Gewürz erwähnt. Über die Seidenstrasse kam Kurkuma im 13. Jahrhundert nach Europa. Mitunter als wesentlicher Bestandteil des Curry-Pulvers verpasst das Gewürz unzähligen Gerichten eine wärmende, köstliche Note. Der gelbe Farbstoff der Wurzel wird aber auch zum Färben von Papier, Textilien und Salben verwendet. 

Eine Flower mit Power   

Bereits früh hat man in der traditionellen chinesischen und ayurvedischen Medizin entdeckt, dass Kurkuma eine Vielzahl an positiven Wirkungen besitzt. Es ist der enthaltene Farbstoff Curcumin, dem die vielen gesundheitsfördernden Eigenschaften zugeordnet werden. Nicht umsonst wird die gelbe Knolle oftmals als Wundermittel bezeichnet, denn sie enthält zahlreiche Vitamine und Mineralstoffe. 100 Gramm der frischen Wurzel liefern etwa 25 Milligramm Vitamin C. Zudem enthält sie wichtige Mineralien wie Kalzium, Eisen, Kalium, Mangan, Natrium, Kupfer und Magnesium. Die Bezeichnung «Superfood» hat die Wurzel also allemal verdient.

Die heilende Kraft der Zauberknolle

Entgegen Entzündungen  

Das in Kurkuma enthaltene Curcumin hat entzündungshemmende Eigenschaften. Kurkuma eignet sich also unterstützend bei Krankheiten wie Arthrose, Rheuma, entzündlichen Darmerkrankungen oder auch bei Entzündungen der Haut wie Psoriasis.  

Schutz gegen freie Radikale 

Die Wurzel wirkt antioxidativ. Das heisst, sie bekämpft freie Radikale, die den Körperzellen schaden und den Alterungsprozess beschleunigen. Gerade durch Bewegungsmangel, Übergewicht, einer gestörten Darmflora, schlechter Ernährung, chronischem Stress, schlechtem Schlaf, Rauchen oder Umweltgiften sind viele Menschen von stillen Entzündungsprozessen betroffen. Kurkuma kann die freien Radikale im Körper neutralisieren. 

Herzenssache 

Die Einnahme von Kurkuma hilft, Blutgerinnsel zu verhindern, die Herz-Kreislauf-Funktion zu unterstützen und das Risiko des gefürchteten Herzinfarkt- und des Schlaganfalls zu vermindern.  

Gewichtsregulierung  

Das goldene Gewürz kann beim Abnehmen unterstützen. Mit der Vielzahl an Bitterstoffen regt es den Stoffwechsel und die Gallenproduktion an. Hilft also auch bei der Entgiftung und der Fettverdauung. Die Bitterstoffe sorgen auch für ein länger anhaltendes Sättigungsgefühl. So können Sie Heisshungerattacken aktiv umgehen.  

Angst und Alzheimer 

Entzündungsreaktionen scheinen auch bei Depressionen eine Rolle zu spielen. Curcumin wirkt stimmungsaufhellend und so erstaunt es nicht, dass es bei depressiven Verstimmungen helfen kann. Auch bei Demenz- und Alzheimerpatienten kommt es im Hirn zu chronischen Entzündungen und zu den alzheimertypischen Amyloid Ablagerungen. Dies sind Eiweissablagerungen. Curcumin scheint diese Schäden abmildern zu können.  

Die Dosis macht das Gift 

Auch wenn das Kurkuma viele Vorteile hat, übermässig sollte man es nicht konsumieren. Sonst kann es zu Magenschmerzen, Übelkeit oder Blähungen führen. Falls Sie einen empfindlichen Magen haben ist es ratsam, Kurkuma nicht auf nüchternen Magen zu sich zu nehmen.  

Nicht für alle – wer sollte Kurkuma nicht nehmen 

Wenn Sie Leberbeschwerden haben oder an Gallensteinen leiden, sollten Sie auf Kurkuma verzichten. Auch Schwangere und stillende Mütter sollten den Konsum von Kurkuma vermeiden. Wer Medikamente einnimmt, sollte sich bei seinem behandelnden Arzt einen Rat einholen, denn es kann zu einer Wechselwirkung kommen. Die frische Kurkuma-Wurzel hin und wieder als Gewürz eingesetzt sollte grundsätzlich kein Problem sein.

Kapseln oder Gewürz? 

In der Küche als Gewürz verwendet, verfeinert Kurkuma das Essen zu einer geschmacksvollen Mahlzeit. In unserem Sortiment finden Sie sogar einen bekömmlichen Kurkuma-Tee, hergestellt aus Bio-Kurkuma, Zitrone, Kardamon und grünem Tee mit ganzen Blättern.   

Wer jedoch von den gesundheitsfördernden Eigenschaften von Kurkuma profitieren möchte, nimmt am besten ein Nahrungsergänzungsmittel mit Curcumin ein. Diese Kapseln enthalten ein Mehrfaches der wertvollen Inhaltsstoffe der Wurzel, als man mit dem Gewürz zuführen könnte. Zusätzlich sind die sekundären Pflanzenstoffe so aufgearbeitet, dass sie von unserem Körper gut aufgenommen und verarbeitet werden können. 

Egal ob als Nahrungsergänzung oder als starke Exotik mit asiatischem Touch auf dem Teller: Kurkuma ist aus unseren Gefilden mit seinen verdauungsfördernden und entzündungshemmenden Wirkungen nicht mehr wegzudenken. Das goldene «Gewürz des Lebens» schmeckt als Zugabe bei Pasta, Couscous, in der Suppe oder als Smoothie einfach immer. Ein köstliches Rezept für die «goldene Milch», dem leuchtend gelben Kurkuma-Getränk, finden Sie unter der Wellvida-Rubrik «Gesundes Leben». 

Passende Artikel zu diesem Thema

Autor
Lis Eymann
Tags
Ernährung

Ähnliche Beiträge