Gundermann wird oft übersehen, weil er unscheinbar zwischen Gräsern wächst. Doch dieses heimische Wildkraut hat es in sich: Es unterstützt dein Immunsystem, wirkt entschlackend, hilft bei Erkältungen und kann sogar deine Hautpflege bereichern. Gerade in der Frauenheilkunde und bei Frühjahrskuren ist Gundermann ein unterschätzter Schatz.
Warum Gundermann so besonders ist
Gundermann vereint eine Vielzahl an Wirkungen: Er ist reich an Bitterstoffen, die den Stoffwechsel anregen, unterstützt die Atemwege mit ätherischen Ölen und kann durch seine Gerbstoffe Haut und Schleimhäute stärken. In der Volksmedizin gilt er als „Blutreiniger“ und wurde traditionell in Frühjahrskuren genutzt, um den Körper nach dem Winter zu entlasten.
Gundermann auf einen Blick
- Lateinischer Name: Glechoma hederacea
- Blütezeit: April bis Juni
- Wirkung: stoffwechselanregend, schleimlösend, entzündungshemmend, antioxidativ
- Verwendung: als Tee, Frischkraut in Salaten, Aufgüssen oder für Hautumschläge
- Hinweis: In moderaten Mengen verwenden – hoher Gerbstoffgehalt
Wie Gundermann dich in dieser Lebensphase unterstützt
Ab einem gewissen Alter verändert sich nicht nur der Hormonhaushalt – auch Stoffwechsel, Haut und Immunsystem brauchen mehr Aufmerksamkeit. Gundermann kann dich dabei auf natürliche Weise unterstützen:
- Atemwegshelfer: löst festsitzenden Schleim und beruhigt gereizte Atemwege
- Stoffwechselbooster: Bitterstoffe regen Leber und Verdauung an
- Frühjahrskur: unterstützt den Körper bei der Ausleitung von Stoffwechselrückständen
- Hautfreundlich: wirkt zusammenziehend und fördert die Wundheilung
So nutzt du Gundermann im Alltag
Gundermanntee für Atemwege und Stoffwechsel
- 1 TL getrocknete oder frische Blätter mit 250 ml heissem Wasser übergiessen
- 5–8 Minuten ziehen lassen
- 2–3 Tassen täglich, besonders bei Erkältungen oder Frühjahrskuren
Frisch im Salat oder Kräuterquark
- Junge Triebe fein hacken und unter Salate, Quark oder Kräuterbutter mischen
- Leicht herber Geschmack – sparsam dosieren
Äusserlich bei Hautproblemen
- Starken Aufguss zubereiten, abkühlen lassen
- Als Umschlag bei unreiner Haut oder kleinen Wunden verwenden
Selber sammeln oder kaufen?
Gundermann wächst fast überall – an Wegrändern, auf Wiesen oder im Garten. Am besten sammelst du ihn während der Blütezeit im Frühjahr, wenn die Wirkstoffe am stärksten sind. In getrockneter Form findest du ihn auch im Kräuterhandel oder in gut sortierten Drogerien.
Wann du vorsichtig sein solltest
- Nicht in sehr grossen Mengen verwenden – hoher Gerbstoffgehalt kann Magen reizen
- Bei empfindlichem Magen oder bekannten Kräuterallergien vorsichtig dosieren
Wirkstoffe im Überblick
- Ätherische Öle – schleimlösend, antibakteriell
- Bitterstoffe – verdauungs- und stoffwechselanregend
- Gerbstoffe – adstringierend, entzündungshemmend
- Flavonoide – antioxidativ, gefässstärkend
- Saponine – schleimlösend, stoffwechselunterstützend
Tipps und Besonderheiten
- Bodendecker mit Power: wuchert gerne, daher perfekt als dauerhafte Wildkräuterquelle im Garten
- Frühjahrsliebling: ideal für Detox- und Entlastungskuren
- Bienenfreundlich: die kleinen lilafarbenen Blüten sind eine frühe Nahrungsquelle für Insekten
- Traditionell: wurde schon im Mittelalter als „Allheilmittel für die Brust“ beschrieben
- Kombination: harmoniert gut mit Brennnessel, Löwenzahn und Gänseblümchen in Kräutermischungen
Fazit: Gundermann – unterschätzt, aber wirksam
Ob für Atemwege, Stoffwechsel oder Haut – Gundermann ist ein echter Allrounder unter den Wildkräutern. Er ist unkompliziert zu sammeln, vielseitig in der Küche und wertvoll in der Hausapotheke. Ideal, um deinen Körper sanft zu unterstützen und frische Kräuterkraft in deinen Alltag zu bringen.
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